Trauerbegleitung

Mein Angebot richtet sich an alle Trauernde, Eltern von trauernden Kindern, sowie Jugendliche ab 12 Jahre. 

Trauer ist mehr als ein Gefühl. Sie zeigt sich körperlich, aber auch seelisch. Es ist, als ob man den Boden unter den Füßen verliert, als ob die Zeit stehen bleibt. Nichts fühlt sich mehr richtig an. 
Trauer tritt immer dann auf, wenn wir etwas verlieren. Die meisten von uns bringen Trauer mit Tod in Verbindung. Aber auch viele andere Lebensereignisse können uns traurig machen. Dazu gehören z.B. eine Scheidung / Trennung, ein Wohnwechsel, wenn Kinder das Haus verlassen, Schulwechsel, Jobverlust, Eintritt ins Rentenalter, auch der Verlust von Gesundheit durch eine Krankheit und vieles mehr. Also immer, wenn sich unser Leben verändert, kann dies mit dem Gefühl eines Verlustes einhergehen. Wir schließen ein Kapitel in unserem Lebensbuch ab und müssen uns neu ausrichten. Das kann eine Hilflosigkeit hervorrufen, Angst, Verzweiflung , Schock und ein Gefühl von Ohnmacht. Aber auch Sehnsucht und Einsamkeit.
Wie stark unsere Trauerreaktion ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab und ist auch bei jedem Menschen unterschiedlich. Manche Menschen suchen den Kontakt zu anderen, weil sie raus aus der Situation müssen. Andere wiederum ziehen sich zurück, ertragen Gesellschaft nicht. Die einen trauern ein halbes Jahr, andere brauchen sehr viel länger. Trauer braucht ihre Zeit und ihren Raum.
In meiner Arbeit als Trauerbegleiterin gebe ich Ihnen diesen Raum und diese Zeit. Gemeinsam gestalten wir den Prozess, so wie es sich für Sie richtig anfühlt.
Trauerbegleitung bedeutet für mich, meine Klienten auf Ihrem Weg zu stärken, zu unterstützen, neue Wege aufzuzeigen, sich zu verabschieden, Rituale zu finden, neuen Lebensmut zu fassen und ganz wichtig, Trauer zuzulassen. Ich begleite Sie nach einem Verlust, aber auch wenn ein Abschied bevor steht.

Möglichkeiten der Trauerbegleitung

Gesprächszeit in Einzelsitzungen
Gespräche bei Spaziergängen

Wenn Kinder trauern, brauchen sie:


  • das Gefühl und die Bestätigung:

 " Deine Gefühle sind ok. Du bist ok." "Du darfst traurig und auch wütend sein."

  •  Geborgenheit, Geduld, Rückzugsmöglichkeiten, Vertrauen und vor allem Sicherheit.
  • eine Möglichkeit, ihre Gefühle ausdrücken zu können, da sie oft ihre Gefühle nicht benennen können. 
  • Biete Hilfe an: "Was fühlst du?" " Wo spürst du dieses Gefühl?" Dabei darf sich das Kind kreativ auszudrücken ( Musik, Malen, Bewegung...).
  • Geduld und ein stärkendes Wir-Gefühl.
  • Rituale zur Erinnerung ( Gebete, Kerze anzünden, Fotos anschauen,...). 
  • ein Umfeld, welches die Situation kennt und sich darauf einstellt (Institutionen wie z.B. Schule, Kita über Trauersituation informieren und um Verständnis bitten).
  • eine Möglichkeit, sich von der verstorbenen Person oder Tier verabschieden zu können.
  • das Gefühl, mit einbezogen zu werden, anstatt nicht beachtet zu werden (Aussuchen der Blumen, Urne,...).
  • ein ehrliches Gegenüber, d.h. die eigenen Gefühle nicht verstecken, sondern darüber reden und zeigen.
  • keine verharmlosenden Bezeichnungen für den Tod benutzen, das kann zur Verwirrung und Ängsten führen, z.B. "...ist nicht mehr aufgewacht"- Kinder nehmen solche Sätze sehr ernst und denken, es könnte auch ihnen oder anderen passieren. 
  • vielleicht auch Hilfe außerhalb der Familie.

Trauernde Erwachsene begleiten:

  • Hilfe immer wieder anbieten
  • die eigene Sprachlosigkeit benennen
  • Trauer und Traurigkeit aushalten
  • Unterstützung anbieten (z.B. Wege erledigen)
  • Zeit zum trauern lassen
  • keine Floskeln verwenden
  • Art und Weise und Dauer der Trauer respektieren
  • kleine Unternehmungen organisieren z.B. Spaziergang
  • Einladungen aussprechen / Absagen nicht persönlich nehmen
  • Einfach da sein- gerade an schwierigen Tagen ( z.B. Geburtstag, Feiertage )
  • Kleine Aufmerksamkeiten ( z.B. eine kleine Nachricht )
  • Direkt fragen "Was kann ich für dich tun?, Was brauchst du gerade?"